Liebhaberbühne Biel

Die Liebhaberbühne Biel, kurz LBB genannt, wurde 1932, also vor über 80 Jahren gegründet. Fünf theaterbesessene Bieler legten den Grundstein für den Verein, der heute etwa 80 aktive Mitglieder umfasst.

Mundart in der DNA

Wertvolle Mundartstücke auf qualitativ hohem Niveau aufzuführen – das war von Beginn an das gesetzte Ziel. Mit dem Willen, der Mundart voll gerecht zu werden, wird sie damit bis heute gepflegt. Die Stückwahl der reinen Amateurgruppe richtet sich nach dem sich immer wieder wandelnden Geschmack des Publikums. Pro Saison werden ein abendfüllendes und ein mittleres Stück einstudiert. Regie, sämtliche Rollen, die Maske, Bühnenarbeiten und alle weiteren Aufgaben werden von Mitgliedern und Interessenten ausgeführt.

Die Liebhaberbühne Biel spielt altbewährte Bauernstücke (z. B. «Ds Schmocker Lisi») und immer wieder stark gefragte Klassiker nach Gotthelf-Texten (z. B. «Hansjoggeli dr Erbvetter»). Aber natürlich auch lustige Schwänke oder Kriminalstücke, häufig als übersetzte Hits aus den USA oder England (z. B. «Liebi macht erfinderisch»). Als echte Alternative bringt die LBB ab und zu auch ein gehaltvolles, ernstes Stück auf die Bühne (z. B. «Gspässigi Lüt»).

Auch die etwas älteren Semester der LBB sind aktiv. Die im Jahr 2005 wiedererweckte Seniorenbühne der LBB hat sich folgendes zum Ziel gesetzt: mit eigenen, etwa einstündigen Aufführungen primär, aber nicht nur, anderen älteren Leuten eine Freude bereiten.

Die Liebhaberbühne Biel ist selbsttragend und verfolgt keine wirtschaftlichen Ziele. Die finanziellen Mittel der LBB bestehen aus den Einnahmen der von ihr veranstalteten Theateraufführungen, allfälligen Zuwendungen und (relativ bescheidenen) Mitgliedsbeiträgen. Sie bezieht keine Subventionen der öffentlichen Hand. Die Erträge aus den Stücken ermöglichen die Finanzierung von Kulissen, Kostümen, Tantiemen und Vereinsanlässen. Allfällige Überschüsse gehen an wohltätige und gemeinnützige Institutionen. Alle Mitglieder engagieren sich ohne jegliches Honorar. 

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